Einfach nur schön: Blick in Richtung Figueira da Foz, von der Serra da Boa Viagem aus.
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Mimosen und Zitronen
Die Welt ist klein: Am Samstag klopft es an unser Womo, und davor steht Detlef aus HN, den ich von Anni und meiner Zeit als Ferien-Putze im Krankenhaus kenne. Er hat unser Kennzeichen gesehen und wollte mal Hallo sagen, von Heilbronner zu Heilbronner.
Wir unterhalten uns recht nett und er gibt uns den Tipp, dass man auf dem CP hier in Strandnähe auch auf der Fahrstraße parken kann, so dass man vor den Regenmengen zumindest standtechnisch sicher ist. Gesagt getan, am Montag siedeln wir um und nehmen quasi Detlefs + Konnys Platz in Beschlag.
Der CP ist sehr groß, schön angelegt und hat saubere Sanitärs (mit heißen Duschen, fein!), wenngleich wie so oft ohne Außentüren, d. h. ungeheizt.
Gegen Mittag marschieren wir los nach Quiaios in den Ort, hinzu’s entlang der Straße, zurück über die Hügel. Dabei werden wir schiergar noch von einem schwarzen Hund adoptiert, der ein paar Kilometer mit uns mitwandert. Zum Glück dreht er auf halber Strecke wieder um.
Quiaios selbst wirkt sehr überaltert und z. T. verlassen, ich glaube, die Jungen sind alle schon abgewandert.
Wildes Meer
Der prognostizierte Starkregen kam tatsächlich am frühen Freitag Abend. Zum Glück haben wir einen großen Parkplatz in Quiaios (in der Nähe von Figueira da Foz), direkt an den Dünen, angefahren, so dass wir zumindest nicht wegschwimmen.
Freistehen null Problemo in Portugal, zumindest in der Nebensaison.
Ein superschöner langer Strand, mit einer Steilküste im Hintergrund, zwei, drei Bar-Restaurants und ein Sparlädchen, ein Freibad direkt an den Dünen. So schön!
Wir nutzen am Samstag und Sonntag jede Regenpause, um auf den Dünenwegen spazieren zu gehen und das wilde Meer zu bestaunen. Es tobt so laut wie starker Sturm.
Vorsicht Einweiser
Am Freitag wollen wir ins Hinterland, in die Ecke von Viseu, wo wir noch nicht waren.
Nachdem es dort keinen CP gibt, steuern wir – über Berg und Tal – die kleine Ortschaft Vouzela auf knapp 500 m Höhe an. Der dortige Platz liegt am Hang mit recht steilen, terrassierten Stellplätzen.
Und, wir hätten es wissen müssen: Hände weg von Einweisern! Der Mann hat es bestimmt nett gemeint, als er Axel auf einen Platz navigieren wollte; aber hatte von der Größe / Länge von Arielle sowie dem Rollerträgerunterbau leider keine Vorstellung. Grrrrrtschgrrrrrrrrrrrr. So ungefähr hört es sich an, wenn ein Metallträger auf Beton aufsitzt. Also Einweiser dankend weggeschickt, den Roller erst mal abgeladen und dann etwas leichter schabend-kratzend wieder vorgearbeitet. Zum Glück gab es keinen echten Schaden. Wir stellen uns auf den großen Schotterrasenplatz daneben und haben sofort eine mehrköpfige freche Katzenbande um uns herum 🙂
Wir machen einen Spaziergang in die oberhalb gelegene Kirche, von wo aus man einen großartigen Blick über die umliegenden Hügel und Täler hat. Bei klarem Wetter ist es hier bestimmt großartig – man stelle sich einen Sonnenaufgang vor.
Leider ist für die kommenden Tage eine extreme Regenfront angesagt, so dass wir schon abends beschließen, den Platz am nächsten Morgen zu verlassen, leider ohne Viseu und das Umland gesehen zu haben. Aber lieber weg, bevor der Hang mitsamt uns abrutscht.
Preis pro Nacht inkl. Strom: 6,15 Euro. Ein schöner Platz mit Schwimmbad, mitten im Nirgendwo, ruhig und mit sauberen Sanitärs, Warmwasser sofort verfügbar. Aber für unsere Womo-Größe leider nicht geeignet.
November am Meer – was will Mann (Frau) mehr?
Na, eine Sangria und ein Sagres, was sonst?
Fischerdorf betonfrei
Wir düsen mit Henri ein Stück südlich die Küste entlang, nach Costa Nova, diesem Bilderbuch-Häuschen-Dorf. Auch hier wieder ein wunderbarer Sandstand (allerdings etwas wilder als in Praia Barra) mit einigen großen Parkplätzen, die für Womos zugänglich sind, Cafés und Restaurants, nette kleine Minimercados – alles da!
Zum Lidl muss man in Portugal übrigens nicht zwingend, die Preise sind wie beim Continente, und dafür kann man auch easy bei den kleinen lolaken Händlern einkaufen.
Hafenrundfahrt durchs Venedig Portugals
Aveiro ist für mich eine der schönsten Städte Portugals: Von 4 Kanälen durchzogen, alte und neue Häuser wechseln sich ab, viele kleine Läden, eine moderne Mall, in der man super einkaufen kann – was wir natürlich auch gemacht haben, hihi – und die Möglichkeit, eine Hafenrundfahrt zu machen. Top, wir hatten eine vielsprachige Führerin, die uns die wichtigsten Infos zur Stadt, den Salinen und Brücken in Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch vermittelt hat. Und das für 8 Euro p. P., für rund 45 Minuten. Ein absolutes Must Do!
Im Anschluss gehen wir im Restaurant über dem Fischmarkt (der So. und Mo. geschlossen hat) essen. Super, eine Cataplana de Peixe (ähnlich einer Bouillabaisse, nur alles in einem Topf) für 2 Personen für 40 Euro – so viel Fisch kann man gar nicht essen. Und sooo lecker! Mit einer Muschel-Vorspeise, 1 Flasche Weißwein und 2 Espresso schlagen gerade einmal 57 Euro zu Buche. Das Leben ist PT ist, für unsere Verhältnisse, definitiv günstig.
Wir bewegen unseren vollen Bauch danach zum alten Bahnhof, der mit wunderschöne Kacheln geschmückt ist, bummeln durch die Altstadt und fahren dann zurück an den CP, wo wir den Abend nach einem sundowner-Spaziergang gemütlich ausklingen lassen.
Smileys am Leuchtturm
Eigentlich wollten wir noch länger in Furadouro bleiben, denn der Platz dort ist schön, groß und sicher (hihi). Allerdings kam am Samstag Nachmittag eine Horde Engländer an, die uns irgendwie nicht ganz koscher vorkamen. Riesige Tabbert-Wohnwägen, teure BMW und Jeeps, spanische Miet-Kleintransporter, Waschmaschinen – ???? wo gibt es so was – vorrangig Männer… Seltsam. Axel hat mal ein wenig gegoogelt und kam auf Pavees / Tinker = irisches fahrendes Volk und Kesselflicker. Wir haben uns mit den Nachbarn um uns herum unterhalten und auch ein Bier getrunken, aber wohlgefühlt haben wir uns, eingezwängt zwischen denen, nicht.
Daher am Montag Morgen: Z’samme packe und weiter geht es! Furadouro hat ja ganzjährig geöffnet, wir können also wiederkommen.
Wir fahren knapp 60 km weiter in den Süden, nach Praia da Barra, bei Aveiro. Der Campingplatz liegt im Wohngebiet, zum superschönen Sandstrand sind es zu Fuß 5 Minuten. 3 Leuchttürme in greifbarer Nähe, ein ewig langer hölzerner Dünenweg, Bars, kleine Supermärkte. Was will man mehr?
Der CP an sich hat leider nur wenige Womo-geeignete Plätze, ist für die Hauptsaison also sicherlich nicht geeignet. 15 Euro pro Nacht mit ACSI, inkl. Strom etc.; die Sanitärs sind sauber, aber recht rudimentär – aber es gibt zumindest warmes Wasser 🙂
Nach unserer Ankunft am frühen Nachmittag machen wir einen ausgiebigen Strandspaziergang (in kurzer Hose und Rock!) entlang der Mole (geprägt von Smileys und katholischen Sprüchen) und ich wasche noch 2 Maschinen (je 3,50 Euro). Schön ist es hier.
4-Zack
Nach dem starken Regen und Wind am Samstag Nachmittag erwartet uns der Sonntag mit strahlend blauem Himmel und voller Sonne. Wir machen morgens einen ausgiebigen Strandspaziergang mit Abstecher ins Café, in den kleinen Mini-Mercado und zu einer Straßen-Fischverkäuferin (1 kg fangfrischer Sardinen für 2,50 Euro). Heute tobt hier der Bär, wahnsinnig viele Radfahrer, Familien, Biker… keine Ahnung, warum – aber schööööön!
Uns läuft der Schweiß am Popo runter, und das im T-Shirt :-).
Gegen Mittag machen wir uns mit Henri nach Santa Maria da Feria auf, ca. 11 km östlich von Furadouro. Die Stadt ist mit ihren 12.000 Einwohnern ein wichtiges Messe- und Handelszentrum und besticht durch ein Kloster, zwei Kirchen und die Burganlage über der Stadt. Eintritt pro Person: 3 Euro. Außerdem ist sie bekannt für ihre Fogacas, ein süßes Hefegebäck in Form der Burganlage.
Wir wandern durch das alte Gemäuer und genießen den Blick über die Stadt. Zum Abschluss gibt es in einem kleinen Café noch ein Milchbrötchen pur und eins mit Käse-Schinken, einen Kaffee, 1 Seven Up und ein Pedras-Wasser mit Zitrus-Geschmack. Für keine 5 Euro :-).
Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die CP in Esmoriz und Cortegaca an, von außen. Uuuuh, scheußlich. NIX für uns!
Gischt
Bem-vindo em Furadouro!
Am frühen Donnerstag Mittag kommen wir auf dem uns bereits bekannten CP in der Nähe von Ovar und Porto an. Plätze en masse, außer uns ist kein Womo oder Wohnwagen hier, nur ein paar Dauercamper.
Preis pro Nacht incl. Strom (4 Ampere) mit Zusatzkosten für Henri: 17 Euro. Nicht billig für Portugal, aber mit sauberen Sanitärs mit warmem Wasser, einem Mini-Mercado, der am Wochenende geöffnet hat, und SICHERHEIT GARANTIERT! Jeder erhält eine Zugangskarte, man muss auch zu Fuß durch eine Schranke wie am Flughafen, mind. 1 Wachmann… Keine Ahnung, welche Gefahr hier herrscht – aber uns ist es recht, dann werden wir hoffentlich nicht nochmals beklaut 🙂 wie auf der AB bei Besancon selligsmal.
Der Atlantik ist gewohnt wild und die Gischt sowie aufkommende Bewölkung vernebeln die Sonne. Aber es ist schließlich schon Sankt Martin, also der 11.11.

































































































































































































































































































































































































































































