Wechselhaft

So isses wohl an der See: Ein Mix aus Sonne, Wolken, Wind und Schauern. Von Zinnowitz auf Usedom ging es heute in die nächste Stadt mit Z, nach Zingst (Fischland). Das Wetter erinnert schon ein wenig an Oktober – aber dennoch: Schön ist es hier. Ein grünblaues Meer, butterweicher Sandstrand und ein wirklich goldiger Ort mit Flair. Zingst könnte auch in der Bretagne liegen.

Wir hoffen, dass die nächsten Tage mehr Sonne als Regen einwechseln…

Vom See an die See

Und wieder betreten wir Neuland: Vom Müritzsee geht es an die Ostsee, auf die Insel Usedom, ins Seebad Zinnowitz.

Schöner Campingplatz, schöner Strand, schönes Meer, (bislang) schönes Wetter – die Bilder sprechen für sich:

Nationalpark, dass ich nicht lache

In Frankreich idealer Standort für ein Kernkraftwerk…

Für die Titel (und Untertitel) ist Axel in 99 % der Fälle zuständig. Und man sieht: Vom Müritz-Nationalpark ist er auf unserer zweiten Wanderung sehr enttäuscht – zu wenige Informationstafeln bzw. -erklärungen, Wege, die eher langweilig sind, Seen, an die man nicht hinkommt…

Unsere Tour dauert 3,5 Stunden und beschert uns mal wieder rauchende Sohlen, aber wirklich viel bzw. Interessantes sehen wir dabei nicht. Naja, wir sind ja auch keine Bird Watcher, vielleicht wäre es dann anders, grins.

Kreuzfahrt auf der MS Esperanza

Endlich, wir sind arriviert – andere schippern über die Donau, den Douro oder den Atlantik; wir bereisen den größten Binnensee Deutschlands, die Müritz, und zwar gleich mit einer 3-Seen-Schifffahrt.

Von Waren aus geht es über die Binnenmüritz, zum Kölpinsee auf die Müritz selbst. Bei wunderbarem Sonnenschein, einer leichten Brise und rund 25 Grad. Während der zweistündigen Fahrt bieten sich schöne Ausblicke auf Seerosenfelder, Villen am Seeufer, Naturschutzgebiete und die anliegenden Campingplätze am See. Sehr schön, ich bin froh, endlich mal wieder Bootle zu fahren! Pro Person 14 Euro, fairer Preis.

Im Anschluss an die Natur gönnen wir uns noch Kultur und besuchen das Müritzeum, das über die Unterwasserwelt der Meckl. Seen, die Entstehung des Naturparks Müritz sowie über Flora und Fauna informiert. Für Kinder ganz hervorragend (= interaktiv) gemacht, für Erwachsene aber irgendwie ein Sammelsurium von allem… Und mit 9 Euro Eintritt pro Person ganz schön happig. Nice to see, but no must.

Seerosen im Nationalpark

Diese Art des Reisens ist einfach großartig. Du kannst planen, musst aber nicht, Du kannst Deine Pläne einhalten oder auch nicht… Je nach Lust, Stimmung, Wetterlage und -vorhersage.

Vom Schwarzwald aus wollten wir eigentlich über den Nürburgring (Rollertreffen) nach Holland. Das Eifler Wetter hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, und auch an der holländischen Küste war Regen angesagt. Also: Andere Richtung, über den Thüringer Wald nach Waren/Müritz, an die Mecklenburger Seenplatte.

Unser CP, Ecktannen, liegt an der Müritz, mit Seezugang und direkt am Eingang in den Nationalpark Müritz. Diesen haben wir heute per Pedes auf dem Eichhörnchen-Rundweg erkundet – es ist traumhaft schön hier. Kleine Seen, Moor, relativ unberührte Wälder, Wind: Ein Klima zum Seelebaumelnlassen, Kopffreikriegen und einfach nur GENIESSEN.

Bratkartoffeln vom Vogt

Liebe Ari, Bild Nr. 2 ist nur für Dich, von Deinem Schwarzwaldmädel…

Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe liegt zwischen Hausach und Gutach; es beherbergt 6 vollständig eingerichtete Höfe, aus den Jahren 1590 bis 1820, und 16 Nebengebäude. Echt toll! Zudem kann man verschiedenen alten Zünften bei der Arbeit zuschauen; als wir dort waren, hat z. B. ein Besenmacher sein Können gezeigt. Und es gab hervorragende Bratkartoffeln mit Kräuterquark, leckerschmecker.

Also, für jeden, der in der Gegend ist, mit oder ohne Kinder: Unbedingt anschauen und in frühere (mit Sicherheit extrem harte) Zeiten eintauchen, die 8 Euro p. P. sind gut investiert.

Bärenfalle

Nach unserer Wanderung an, um und über den Glaswaldsee (sehr schön, mit tollen Ausblicken über die Wipfel) geht es weiter zum alternativen Bären- und Wolfpark (Eintritt: 5 Euro pro Person). Es ist richtig was los – und wir sehen sogar einen Wolf, cool! … solange hinter Zäunen…

Der Bärenpark Schwarzwald hat das Ziel, vom Menschen ihrer ökologischen Umgebung beraubte und misshandelte (Wild-)Tiere einer artgerechten Haltung zuzuführen und auf diese Weise einen Schritt der Umkehr auf dem Weg der Umweltzerstörung einzuleiten. Den in Freianlagen angesiedelten Tieren soll eine natürliche Entfaltung unter artspezifischen Lebensansprüchen ermöglicht werden. Der Besucher kann so in der Erfahrung des Einklangs zwischen Tier und Umwelt das eigene Verständnis für die Erhaltung seiner Lebenswelt wecken und ausbauen. Gleichzeitig gilt es die Schönheiten, den Charakter und die Vielfalt von Natur und Landschaft sowie Tier- und Pflanzenwelt der Region Schwarzwald nahe zu bringen. Aus diesem Grunde soll vor allem der Bär als früher in diesem Gebiet heimisches Wildtier wieder ansässig gemacht werden, ohne ihn vollständig auszuwildern. Letzteres ist weder gewollt noch möglich, da in den Bärenpark Schwarzwald nur Tiere aus quälender oder verwahrlosender Haltung aufgenommen werden, für die ein Leben in gänzlicher Selbstständigkeit nicht mehr denkbar ist.

Verwirrung durch Bärentatze und schwarzer Hut

Nach unserem See-Aufenthalt geht es weiter zum Kontrastprogramm, in den touristisch relativ ruhigen Nordschwarzwald, genauer gesagt nach Bad Rippoldsau-Schapbach. In der Gegend waren wir vor über 10 Jahren zum Wandern und Entspannen, es hat uns immer sehr gut gefallen.

Wir kommen auf einem schönen CP unter, Alisehof, direkt an der Wolf gelegen – es gibt sehr schöne Sanitärs, ein Lädle, ein Ziegengehege, Brotbestellmöglichkeit, Solarium und sogar eine Massagepraxis. Nicht schlecht!

Die Umgebung wollen wir wieder zu Fuß erkunden und starten am CP in Richtung Höll / Prozessbrunnen und Burgbachwasserfall.

Und da zeigen sich mal wieder die Tücken der deutschen Gründlichkeit beim Ausschildern. Massenhaft Piktogramme – Bärentatze, schwarzer Hut, gelbe Raute, blaue Raute, schwarzer Pfeil, Richtungsschilder… – und kaum läuft man einen Weg, hört die Beschilderung auf. Oder es kommt ein ganz anderes Piktogramm zum Vorschein. Seltsam.

Dank Axels Kartenlese-Fähigkeit sind wir aber richtig und hätten es auch fast an die Wasserfälle geschafft, wenn uns nicht ein Gewitter gestoppt hätte. Wir müssen kurz vor Ziel Halt machen und beschließen, mit dem Bus zurück zum Platz zu fahren (dank Konus-Gästekarte kostenlos!).

Seeimpressionen

Schön, solche Freunde zu haben. Danke für die wunderbaren Tage bei Euch am See, am Sandhaufen, am Grill, auf dem Surfbrett, beim Minigolfen, Philosophieren und mit den Eifler Jungs spielen.

Die Zeit bei Euch war fabelhaft – wie Ihr auch.

Bis bald und Merci beaucoup für alles!!!

Wunderschön!

Es gibt sicher viele Gründe, warum das Gästehaus Heinemann bei „Wunderschön!“ im WDR vorgestellt wurde: Die traumhafte Lage mit tollem Seezugang, Zugriff auf Surfbretter, Ruderboot, Spielgeräte, das familiäre Ambiente, das Schlechtwetter-Bier bei langanhaltendem Regen, moderne Ferienwohnungen mit allem Komfort – und bestimmt auch der liebevoll gepflegte Garten.

Ein Blumenmeer!