Auf dem Dach Portugals
Die Serra da Estrela (portugiesisch für Stern-Gebirge) ist der westlichste Teil des Iberischen Scheidegebirges und mit einer Höhe bis zu 1993 m das höchste Gebirge des portugiesischen Festlands. Das Kerngebiet des Gebirges bildet heute den Naturpark Parque Natural da Serra da Estrela und beherbergt das einzige Skigebiet Portugals.
Wir starten zeitig am Morgen, damit uns nicht der Helm brennt, wenn wir auf den Torre, das Dach Portugals, fahren. Die Fahrt dorthin ist atemberaubend, von Manteigas aus geht es stetig bergan, zunächst durch das Zezere-Gletschertal, mit riesigen Findlingen und kleinen Berghütten, und dann entlang der umliegenden Berge, in langgezogenen Serpentinen, hoch zum Gipfel. Kurz zuvor sollte man unbedingt anhalten, um die in den Felsen gemeißelte Madonna zu bewundern. Unglaublich!
Eine schroffe, steinige Landschaft, die auf dem Dach den Rundumblick über die umliegenden Berge bis hin zum Atlantik ermöglicht. Bei den aktuellen Temperaturen kann man sich die Skifahrer hier kaum vorstellen…
Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zum Poco do Inferno (dt.: Höllenloch), wo eine Badegumpe mit Wasserfall auf den Besucher warten soll. In der Tat finden wir einen kleinen, klaren See vor; der Wasserfall allerdings ist versiegt. Ehrlich gesagt nichts Besonderes, da haben wir schon nettere Plätzchen gesehen.
Also: Unbedingt in den Himmel, aufs portugiesische Dach, fahren. Die Hölle kann man sich, ist ja eigentlich klar, sparen!
Belmonte – Schöner Berg
Pedro Álvares Cabral, geboren in Belmonte, Brasilien-„Entdecker“ und erster Seefahrer, der in einer Reise vier Kontinente ansteuerte: Amerika, Afrika, Asien und Europa;
Wir entdecken den kleinen Ort bei Sonne satt und wiederum über 35 Grad – da hilft auch das zeitige Aufstehen um 7 Uhr nix. Aber: Nach den Wochen kühler Temperaturen in Frankreich haben wir uns geschworen, uns nicht über Wärme zu beklagen!
Irgendwie haben wir beide doch auch so ein bißle ein Entdeckergesicht, oder?
Flussbad
Valhelas heißt die aktuelle Station unserer Reise. Wir sind unserem PT-Womo-Reiseführer gefolgt und haben den Campismo de Valhelas mit dem angekündigten, großen Badeplatz ausgewählt. Und das war genau richtig.
Uns erwartet ein recht großer CP mit schönen Sanitärs, vielen Zelten und relativ ebenen Plätzen – und ein direkter Zugang zum aufgestauten Fluss Zezere. Das „Becken“ hat Trainingsqualität für Leistungsschwimmer, es ist ewig lang. Glasklares Wasser, kleine Fische, super erfrischend, weil kalt. Wir waren heute morgen, nach dem Joggen, dort, so gegen 09:15 h und hatten das Flussbad fast für uns alleine. Superschön, da gefällt uns natürlich.
Ein schöner Flecken Erde ist der Naturpark Serra da Estrela.
Dicht und hügelig
In der Tat, so ist Porto: Dicht bebaut, hügelig, eng, ein Haus, eine Fassade, eine Kirche schöner als die nächste. Und davon Massen. Die Stadt lässt sich nicht beschreiben und auch nicht richtig auf Fotos festhalten. Das muss man live sehen. Hammerhart.
Venedig am Atlantik
Auch wenn es nur einen Canale Grande gibt: Aveiro (ca. 70 km südlich von Porto an der Costa de Prata) braucht den Vergleich mit Venedig nicht zu scheuen – und es gibt weitaus weniger Tauben und keinen brakigen Gestank. Im Kanal schwimmen sogar massenhaft Forellen!
Bei Temperaturen über 30 Grad bummeln wir ganz gemächlich durch die Altstadt von Aveiro und bewundern die vielen gekachelten Fassaden (siehe voriger Blog). Zum kleinen Mittagssnack kehren wir in einem kleinen Restaurant ein, das „Tapas“ auf der Karte ausweist. Leider stellen wir zu spät fest, dass wir in einem Spezialitätenrestaurant aus „Tras o Montes“ gelandet sind, also mit Leckereien aus der Region um Braganca… Da wird’s dann wohl nix mit den vorgestellten Tintenfischen, Sardinen etc. Aber uns schmecken auch Churrizo, Speck, Käse und eine Wurst aus Schwein, Hühnchen und Brot. Essengehen ist bislang immer eine Überraschung.
Wer in der Gegend ist: Aveiro nicht verpassen und vielleicht sogar eine kleine Bootsfahrt auf dem Kanal einplanen (45 Min. für 6 Euro p. P.). Es gibt auch eine sehr schöne Shopping Mall – die Stadtbesichtigung lässt sich perfekt mit einem Einkauf abrunden (was wir natürlich auch tun).
Las Kachlos
38 Grad
Blau
Unsere Rollertour entlang der Küste führt uns nach Cortegaca, ein kleines Örtchen, das mit einer Kirche aufwartet, die komplett mit Azulejos verkleidet ist. Das nenn ich mal Kunst am Bau!
Meer, Himmel, Hortensien und die Fliesen – ein Traum in blau.
Am Douro nach Fouradouro
… aber immer im Flüsschen baden, geht ja auch nicht. Wir fliehen Ende der Woche vor den weiter steigenden Temperaturen ans Meer.
Unsere Fahrt führt uns über einige Hügel durch das sehr kurvige, sich nur langsam weitende Dourotal nach Fouradouro, ca. 40 km südlich von Porto, auf den gleichnamigen Campismo. Ein riesiges Areal mit nur 3 Mobilhomes, aber sehr vielen Dauercamper-Wohnwägen.
Der Platz hat direkten Meerzugang, ist sauber, ordentlich, mit vielen Sanitärs und – juhu! – einer Waschmaschine. Nach den vorigen CP mit Handwäsche freut mich das wirklich.
Und gestohlen wirst Du hier nicht: Die Zugangskontrollen sind der Hammer. Axel hat eine eigene Magnetkarte als Fahrer, ich eine als „Fußgänger“. Somit darf ich die Ein- und Ausgangsschranken nicht als Sozia auf Henri passieren, sondern muss absteigen und per pedes durchs Drehkreuz gehen. Zuwiderhandlungen gibt es nicht, denn der Bereich wird von 2 Herren bewacht, die bei meinem Ausbrechversuch auf dem Roller sofort zu toben beginnen. Man sieht, der Portugiese schätzt Regeln und Ordnung. Aber das ist auch gut so, lieber so, als dass was passiert!






































































































































































































































