Kreuzfahrt auf der MS Esperanza

Endlich, wir sind arriviert – andere schippern über die Donau, den Douro oder den Atlantik; wir bereisen den größten Binnensee Deutschlands, die Müritz, und zwar gleich mit einer 3-Seen-Schifffahrt.

Von Waren aus geht es über die Binnenmüritz, zum Kölpinsee auf die Müritz selbst. Bei wunderbarem Sonnenschein, einer leichten Brise und rund 25 Grad. Während der zweistündigen Fahrt bieten sich schöne Ausblicke auf Seerosenfelder, Villen am Seeufer, Naturschutzgebiete und die anliegenden Campingplätze am See. Sehr schön, ich bin froh, endlich mal wieder Bootle zu fahren! Pro Person 14 Euro, fairer Preis.

Im Anschluss an die Natur gönnen wir uns noch Kultur und besuchen das Müritzeum, das über die Unterwasserwelt der Meckl. Seen, die Entstehung des Naturparks Müritz sowie über Flora und Fauna informiert. Für Kinder ganz hervorragend (= interaktiv) gemacht, für Erwachsene aber irgendwie ein Sammelsurium von allem… Und mit 9 Euro Eintritt pro Person ganz schön happig. Nice to see, but no must.

Seerosen im Nationalpark

Diese Art des Reisens ist einfach großartig. Du kannst planen, musst aber nicht, Du kannst Deine Pläne einhalten oder auch nicht… Je nach Lust, Stimmung, Wetterlage und -vorhersage.

Vom Schwarzwald aus wollten wir eigentlich über den Nürburgring (Rollertreffen) nach Holland. Das Eifler Wetter hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, und auch an der holländischen Küste war Regen angesagt. Also: Andere Richtung, über den Thüringer Wald nach Waren/Müritz, an die Mecklenburger Seenplatte.

Unser CP, Ecktannen, liegt an der Müritz, mit Seezugang und direkt am Eingang in den Nationalpark Müritz. Diesen haben wir heute per Pedes auf dem Eichhörnchen-Rundweg erkundet – es ist traumhaft schön hier. Kleine Seen, Moor, relativ unberührte Wälder, Wind: Ein Klima zum Seelebaumelnlassen, Kopffreikriegen und einfach nur GENIESSEN.

Bratkartoffeln vom Vogt

Liebe Ari, Bild Nr. 2 ist nur für Dich, von Deinem Schwarzwaldmädel…

Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe liegt zwischen Hausach und Gutach; es beherbergt 6 vollständig eingerichtete Höfe, aus den Jahren 1590 bis 1820, und 16 Nebengebäude. Echt toll! Zudem kann man verschiedenen alten Zünften bei der Arbeit zuschauen; als wir dort waren, hat z. B. ein Besenmacher sein Können gezeigt. Und es gab hervorragende Bratkartoffeln mit Kräuterquark, leckerschmecker.

Also, für jeden, der in der Gegend ist, mit oder ohne Kinder: Unbedingt anschauen und in frühere (mit Sicherheit extrem harte) Zeiten eintauchen, die 8 Euro p. P. sind gut investiert.

Bärenfalle

Nach unserer Wanderung an, um und über den Glaswaldsee (sehr schön, mit tollen Ausblicken über die Wipfel) geht es weiter zum alternativen Bären- und Wolfpark (Eintritt: 5 Euro pro Person). Es ist richtig was los – und wir sehen sogar einen Wolf, cool! … solange hinter Zäunen…

Der Bärenpark Schwarzwald hat das Ziel, vom Menschen ihrer ökologischen Umgebung beraubte und misshandelte (Wild-)Tiere einer artgerechten Haltung zuzuführen und auf diese Weise einen Schritt der Umkehr auf dem Weg der Umweltzerstörung einzuleiten. Den in Freianlagen angesiedelten Tieren soll eine natürliche Entfaltung unter artspezifischen Lebensansprüchen ermöglicht werden. Der Besucher kann so in der Erfahrung des Einklangs zwischen Tier und Umwelt das eigene Verständnis für die Erhaltung seiner Lebenswelt wecken und ausbauen. Gleichzeitig gilt es die Schönheiten, den Charakter und die Vielfalt von Natur und Landschaft sowie Tier- und Pflanzenwelt der Region Schwarzwald nahe zu bringen. Aus diesem Grunde soll vor allem der Bär als früher in diesem Gebiet heimisches Wildtier wieder ansässig gemacht werden, ohne ihn vollständig auszuwildern. Letzteres ist weder gewollt noch möglich, da in den Bärenpark Schwarzwald nur Tiere aus quälender oder verwahrlosender Haltung aufgenommen werden, für die ein Leben in gänzlicher Selbstständigkeit nicht mehr denkbar ist.

Verwirrung durch Bärentatze und schwarzer Hut

Nach unserem See-Aufenthalt geht es weiter zum Kontrastprogramm, in den touristisch relativ ruhigen Nordschwarzwald, genauer gesagt nach Bad Rippoldsau-Schapbach. In der Gegend waren wir vor über 10 Jahren zum Wandern und Entspannen, es hat uns immer sehr gut gefallen.

Wir kommen auf einem schönen CP unter, Alisehof, direkt an der Wolf gelegen – es gibt sehr schöne Sanitärs, ein Lädle, ein Ziegengehege, Brotbestellmöglichkeit, Solarium und sogar eine Massagepraxis. Nicht schlecht!

Die Umgebung wollen wir wieder zu Fuß erkunden und starten am CP in Richtung Höll / Prozessbrunnen und Burgbachwasserfall.

Und da zeigen sich mal wieder die Tücken der deutschen Gründlichkeit beim Ausschildern. Massenhaft Piktogramme – Bärentatze, schwarzer Hut, gelbe Raute, blaue Raute, schwarzer Pfeil, Richtungsschilder… – und kaum läuft man einen Weg, hört die Beschilderung auf. Oder es kommt ein ganz anderes Piktogramm zum Vorschein. Seltsam.

Dank Axels Kartenlese-Fähigkeit sind wir aber richtig und hätten es auch fast an die Wasserfälle geschafft, wenn uns nicht ein Gewitter gestoppt hätte. Wir müssen kurz vor Ziel Halt machen und beschließen, mit dem Bus zurück zum Platz zu fahren (dank Konus-Gästekarte kostenlos!).

Seeimpressionen

Schön, solche Freunde zu haben. Danke für die wunderbaren Tage bei Euch am See, am Sandhaufen, am Grill, auf dem Surfbrett, beim Minigolfen, Philosophieren und mit den Eifler Jungs spielen.

Die Zeit bei Euch war fabelhaft – wie Ihr auch.

Bis bald und Merci beaucoup für alles!!!

Wunderschön!

Es gibt sicher viele Gründe, warum das Gästehaus Heinemann bei „Wunderschön!“ im WDR vorgestellt wurde: Die traumhafte Lage mit tollem Seezugang, Zugriff auf Surfbretter, Ruderboot, Spielgeräte, das familiäre Ambiente, das Schlechtwetter-Bier bei langanhaltendem Regen, moderne Ferienwohnungen mit allem Komfort – und bestimmt auch der liebevoll gepflegte Garten.

Ein Blumenmeer!

Stuckengel am Bodensee

Die Wallfahrtskirche Birnau ist eine Maria geweihte Barockkirche, die von 1746 bis 1749 von dem Vorarlberger Baumeister Peter Thumb für die Reichsabtei Salem errichtet wurde. Die Kirche erhielt eine reiche barocke Ausstattung mit Fresken von Gottfried Bernhard Göz sowie Stuckaturen, Altären und Skulpturen von Joseph Anton Feuchtmayer, deren bekannteste der Honigschlecker ist, ein Putto mit Bienenkorb. Das der Kirche vorgelagerte Ordensgebäude mit dem markanten Glockenturm beherbergt heute ein Priorat der Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau.

Der KZ-Friedhof Birnau, auch Internationale Kriegsgräberstätte Birnau, ist ein KZ-Friedhof für 97 KZ-Häftlinge unterschiedlicher Nation aus dem KZ Aufkirch bei Überlingen. Die in Birnau Beigesetzten gehörten zu einem Trupp von rund 800 Häftlingen aus dem KZ Dachau, die westlich von Überlingen im Winter 1944/1945 den Goldbacher Stollen, ein unterirdisches Stollensystem, in den Molassefelsen trieben, in dem die Friedrichshafener Rüstungsbetriebe Dornier, Zeppelin, ZF und Maybach vor Bomben geschützt sein sollten. Die Arbeiten dauerten vom Oktober 1944 bis April 1945 an.

Ich hatte mir von der KZ-Gedenkstätte ehrlich gesagt mehr erwartet: Es sind relativ wenige Informationen vor Ort vorhanden. Zudem ist der Friedhof nur über einen Fußweg zu erreichen, ohne direkten Parkplatz. Es verwundert nicht wirklich, dass der Ort vergessen erscheint. Schade.

Unser Erstkontakt nach über 4 Monaten Auslandsreise mit Deutschland. Irgendwie ein komisches Gefühl…

Wir fahren über den Schwarzwald, via Titisee und Donaueschingen, nach Langenargen, zu unseren Freundinnen Ina und Sonja – die Überraschung ist groß, und die Freude noch viel größer! Wir haben uns schon gut ein Jahr nicht mehr gesehen. Die Zeit rennt.

Und doch ist es „wie immer“, eben bei Freunden: Den Grill angefeuert, Wurst- und Fleischbestände zusammengeworfen, gekühlte Getränke bereitgestellt – und einen wunderbaren Abend mit Sonnenuntergang genossen.

Wir freuen uns sehr, wieder hier zu sein.

Und wenn man dann gratis noch ein „Nonnentänzchen“ mit geliefert bekommt, dann ist doch alles super. Und schön. Und entspannt. Ina und Sunnie halt.