Katzenbande

In Deutschland schon Herbst – in der Provence Spätsommer und ein wunderbares Licht.

Wir starten am Freitag, 18. September 2015, gegen 15:00 h (Axel ist beim Wasserfassen in Weinsberg am Womo-Platz noch ein Bub mit dem Rad auf den Rollerträger gedonnert… beide Maschinen leicht verbogen, Kind okay :-)), über A81 via Pforzheim nach Karlsruhe und Mulhouse. Es läuft langsam, aber keine Staus. Gegen 20:30 h sind wir in der Nähe von Dijon auf einem Autobahnrastplatz.

Ich schlafe wie ein Stein. Und merke nicht, dass morgens um 04:00 h die LKW Krach machen und Axel folglich aufbricht. Nachtexpress de luxe. Ich wache um 08:00 h auf, kurz vor Avignon. Und hier wollen wir eh in den Leclerc, um u. a. Zweitaktöl einzukaufen.

Kurz nach 11 h sind war am CP „Le Mas de Nicolas“,wo wir im April schon waren. Lustig: Im Sommer sieht es doch ganz anders aus. Und vor allem ist richtig was los, massenhaft Engländer und Holländer, jenseits der 60…

Wir finden einen schönen Platz mit Halb-Sonne und 4 – 6 Katzenbabies. Eine schöne als die andere!!!!

Zwischenstation auf dem Heimweg

Freitag Abend, auf unserem Zwischenstopp-CP in Cromary angekommen: Heiß, über 35 Grad. Wir haben das Gefühl, im eigenen Saft zu schmoren. Zum ersten Mal, seit wir hierher gekommen sind, können wir uns im Flüßle abkühlen. Zwar niedrig und leicht veralgt, aber kühl, angenehm und wohl sauber (weil viele kleine Fischchen um uns rum 🙂

Wir essen das Hühnchen, das wir im SuperU gekauft haben, trinken eine Flasche Wein und lasseeinen wunderbaren, sonnigen und warmen Urlaub ausklingen. 100 % Sonne, Zeit, Sport, Genuss und Entspannung. Sooooo scheeeee!

Markt am Meer

Im letzten Jahr haben wir es nicht nach Serignan in den Ort geschafft, aber jetzt! Heute ist Markttag. Und es tobt der Bär. Ein quirliges Städtchen mit netten Geschäften und dem typisch südfranzösischen Ambiente. Wir schlendern, schauen uns die Fassaden und Kirche an und genießen einfach das Sein.

Rückweg über Strand Serignan

Portugal ist einfach eine Reise wert. Wenn auch sooo weit weg von DE 🙁 Um die Heimreise und unseren 3-wöchigen Urlaub nicht in Stress ausarten zu lassen, fahren wir am Samstag los, in Richtung Spanien, um schlussendlich nach Südfrankreich zu kommen.

Uuuuh, es ist heiß, morgens um 10 h schon über 30 Grad. Das Thermometer klettert zeitweise über die 40 Grad-Marke. Let’s call it summer.

Nach gut 8 Stunden Fahrt kommen wir in der Nähe von Zaragoza auf dem CP an, in irgendeinem Naturpark, wo es nicht wirklich was zu sehen gibt. Der Platz ist eher rudimentär (14 Euro die Nacht), aber wir können dort noch schön zu Abend essen (Axel Lamm, ich Pulpo, davor jeweils einen Salat, 1 Flasche Weißwein und Wasser = 28 Euro).

Am nächsten Morgen bei ähnlichen Temperaturen geht es weiter, quer durchs Land (hmmm, Spanien erschließt sich uns noch nicht), über Barcelona nach Perpignan und dann ENDLICH nach Serignan.

Juhu, auf dem CP „Le Serignan Plage“ sind noch Plätze frei und wir installieren uns, von So. Abend bis Fr.

So schön hier!

Sackgasse Sarzedo

Bild

Und falls Du Besen brauchst, dann fahr nach Manteigas…

Dort gibt es aber auch den berühmten Käse aus der Serra, Thermalquellen und eine nette kleine Altstadt.

Nach unserem Bummel machen wir eine kleine Rollertour durch eine der angrenzenden Serras, wie immer hoch und runter, Kurven links und rechts – mit dem Plan, das als Rundtour zu gestalten. In dem Ort Sarzedo, auf halber Strecke, sagt ein Schild auch noch Valhelhas. Und dann endet die Straße auf einmal abrupt und es gibt nur noch einen Schotterweg.

Das tun wir Henri (und uns :-)) nun wahrlich nicht an, sondern drehen halt rum und fahren dieselben Strecke zurück. Auch nicht schlimm, weil landschaftlich schön – und bei 37 Grad und 120 % Sonne holt man sich zumindest auch keinen Schnupfen!

Der Nachmittag wird ganz gemütlich am Flussstrand verbracht.

Auf und ab nach Guarda

Bild

Kein Wunder: Guarda ist die höchstgelegene Stadt Portugals, auf 1.060 m.

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen die 1374 erbaute und ab 1550 von Jean de Rouen umgestaltete und erweiterte Kathedrale, die Stadtmauern und die Burg, der historische Ortskern, und zahlreiche Baudenkmäler.

Das Museum Museu de Tecelagem dos Meios widmet sich der Geschichte der regionalen handwerklichen Textilherstellung, und im ehemaligen Bischofspalast steht Besuchern mit dem Museu da Guarda das Regional- und Stadtmuseum offen, u. a. mit archäologischen Exponaten.

Wir schläppeln durch die engen Gassen und genießen den Blick auf die alte Gemäuern. Nachdem wir ohne Frühstück los sind, wollen wir einen Snack zu uns nehmen und lassen uns in einer Hamburgeria nieder. Und immer wieder bleibt Portugal ein Abenteuer, was das Essen angeht…

Axel bestellt eine Francesinha – wir gehen von einem Sandwich aus. Ist es auch, nur ein bißle anders: 2 Scheiben Toast überbacken, dazwischen 1 Stück Rindfleisch, 1 Scheibe Schinken, 1 Chorizo-Wurst, 1 Saitenwürstle (Marke 100 % Eiweiß), ganz on top noch ein Spiegelei, und das alles in einer Tomaten-Sahne-Alkohol-Sauce. Axel mag es nicht… Aber wenigstens gibt es Pommes dazu 🙂 Ich habe einen gemischten Salat mit Schinken und Käse – mmmh, fein. Aber beides bei der Wärme eigentlich zu viel.

Auf dem Rückweg fahren wir noch in einen kleinen Ort, wo wir eigentlich Dolmen anschauen wollen – aber die finden wir mal wieder nicht, sondern landen über eine Straße mit mind. 15 % Steigung und unbefestigtem Belag auf der Motocross-Strecke. Uuuuh. Schnell rumgedreht und an den CP zurück.

Glasklar und angenehm warm

Bild

Back again in Valhelas, am schönsten Naturschwimmbad, das wir kennen. Hier waren wir 2013 schon einmal, während unserer großen Reise 🙂

Die Gegend und der Platz haben nichts von ihrem Reiz eingebüßt: Ein glasklarer Fluss inmitten von Bergen, am Fuß der Serra de Estrela, warm, sonnig mit leichtem Wind, ein sehr gepflegter, großer CP mit einfachen, aber sauberen Sanitärs, die mehrmals am Tag geputzt werden, ein Restaurant am Platz sowie ein Café am Strand. Was will man mehr?

Wir genießen es, wieder hier zu sein. So schön kann Natur und Zeit und Freiheit sein.

29 Grad / Vorhersage Sicherheit 100 %

Bild

Wettercom hat für den heutigen Montag bedeckt und 22 Grad vorhergesagt. Axel will dem nicht glauben und sucht ne neue App fürs Portugal-Wetter. Prognose: Siehe Titel.

Tja, ich wache um kurz nach 7 h auf, weil es tröpfelt. Und auch um kurz vor 9 h beim Aufstehen ist es nicht besser. Bedeckter Himmel, kühl (naja, halt 20 Grad, gegenüber den gestrigen 35 Grad aber schon ein echter Temperatursturz).

Wir fahren kurz einkaufen (viel Obst und 5 Stücke Fisch – no idea what) zum Continente, wo wir auch noch einen Kaffee trinken und frühstücken, weil wir beim örtlichen Markt keine Verkaufsfrequenz angetroffen haben.

Dann bibbernd auf Henri zurück zum Platz.

Trotz leichten Nieselregens oder Gischt marschieren wir los, zur Dorf-Dünen-Küstenwanderung. Ein bißchen Bretagne-Feeling: Riesige Felsen in der Ebbe, mit Muscheln, Seeigeln und Wasserbecken, Wind und Salzluft, die mir die Haare verwurschdeln, ein Dünensteg, kreisende Möwen…

Kaum Menschen. Ruhe und Natur pur. Und wunderschöne Blumen, Zitronenbäume und Wälder am Wegesrand.

Viana do Castelo, die Schöne

Bild

Sonntag früh, Axel ist schon um 6 Uhr wach und gibt mir zum Glück noch 30 Min., bevor es zum Joggen geht (später ist das bei der Wärme und Sonne auch nicht mehr machbar bzw. gesund). Wir traben vom CP in den Ort, an die Strandpromenade und wieder zurück. Schweißtreibend genug.

Wir wollen heute Viana do Castelo anschauen, ca. 15 km entfernt und wohl eine der schönsten Städte Portugals. Stimmt! Am Fluß Lima gelegen (mit großer Werft), mit autofreier Altstadt, vielen kleinen Kirchen und wunderschönen Fassaden, und das an dem Wochenende im Zeichen eines mittelalterlichen Fests: Überall Buden, Aussteller, sogar einige Greifvögel, Trommler und Marketenderinnen. Richtig nett. Wir trinken in einem Café (mit englischsprachigem Bediener) einen sehr leckeren frisch gepressten O-Saft, 1 Wasser und doppelten Espresso = 5,20 Euro und frühstücken nach unserer Stadtbegehung an einem Ständle ein Brötchen mit rohem Schinken und einen Weck mit eingebackener Chorizo (5 Euro).

Wirklich ein toller Ort, gefällt uns sehr.

Auf dem Rückweg fahren wir noch (wie häufig hier über Kopfsteinpflaster) zum Wallfahrtskirche Santa Luzia auf dem gleichnamigen Berg über der Stadt, von wo aus wir einen grandiosen Blick auf den Ort, den Fluß und die angrenzenden Strände haben. Die Kirche ist im Stil von Sacré Coeur entworfen, bereits im Jahr 1898 – der Bau begann aber erst 1926 und dauerte ganze 28 Jahre. Also ein neues, auf alt gemachtes Bauwerk – in jedem Fall beeindruckend und sehr schön anzuschauen 🙂

Am Straßenrand kaufen wir dann zum Mittagessen noch „ein paar hieisige Kirschen“: 3 kg für 5 Euro. Mmmmmmh, leckerschmecker!

Lila Strandzelt Fahrt zum Meer

Bild

Am Freitag heißt es Abschied nehmen vom Stausee, und über die Berge (meine Güte, das hört hier in Nordportugal nie auf… wieder hoch-runter) ans Meer.

Unser CP-Platzwart ist bei Abreise wieder mal nicht da, also legen wir die noch offenen 14 Euro (aufgerundet auf 15) ans Häusle und düsen los.

Einkauf in Braga beim Continente, mal wieder mit blöder Anfahrt, aber tolles Sortiment. Fisch, Gemüse, Wein, Olivenöl, Wasser etc. = 160 Euro.

Auf nach Mindelo, zu unserem eigentlichen Ziel, dem CP. Oh je. Wir vergessen unseren früheren Grundsatz – immer erst zu Fuß anschauen und dann reinfahren – und lassen uns von so nem Fuzzi ins hinterste Loch navigieren. Und da stehen wir dann, senkrecht zwischen zwei Bäumren. Axel kotzt. Und ich Blinde muss ein-/ausweisen. Bloß weg.

Der nächst angefahrene Platz liegt mitten in der Industriezone, wir sind langsam frustriert… Axel beschließt, in den Norden zu fahren, Richtung Viano do Castelo / span. Grenze. Und zum Glück finden wir in Vila do Ancora einen recht netten CP (CP do Praco, 10 Euro der Tag). Gerämig, am Fluss Ancora, ca. 2 km vom Strand entfernt. Ich bin fix und alle und falle nach dem leckeren Essen (Robalo = Barsch, Tomatensalat) wie ein Brett is Bett 🙂

Am nächsten Morgen: Joggen (uuuh, too much sun!), und dann ab an die Praia, ins lila Zelt (Mietpreis: 7 Euro). Der Atlantik, i. M. bei Ebbe, ist kalt, aber „freundlich“, wir können uns abkühlen und bis zum Hals rein. So schön.

Danach schnabulieren wir an einer Strandkneipe noch eine Kleinigkeit (die in DE bestimmt 30 Euro gekostet hättet) und fahren dann zurück zum CP, um dort das Ancora-Naturschwimmbecken zu erleben. Auch kalt, und 100 % Zauberwald. Unglaublich.

PS: In Vila de Ancora, Richtung span. Grenze, gibt es einen Womo-Stellplatz hinter dem Yachthafen. Relativ groß und gut gelegen.