Gebratene Taube

Wir wollten es schon ewig einmal probieren, un pigeon. Teuer ist der Vogel, 22 Euro das Kilo… Hmmmh, und schmecken tut er uns nicht wirklich: Sehr festes, rotes Fleisch, mit starkem Wildgeschmack. Da hilft auf das Umwickeln mit Speck nicht wirklich. Axel mag das Täubchen gar nicht, ich nage auch nur ein bißchen drauf herum – aber die Katzenbande freut sich und frisst alles ratzeputz auf.

Ruhig (z. B. auch ohne gurrende Tauben) ist es hier auf dem Platz, obwohl immer noch viele Camper hier sind (meist aus NL, DE oder GB). Vielleicht rührt die Frequenz auch aus dem Stierkampffestival her, das an diesem Wochenende (von Fr. Abend bis Mi.) in St. Rémy stattfindet. Auf jeden Fall läuft das Leben im Ort in schönem, gemächlichem Tempo und der Andrang im Pool gegen Mittag hält sich auch noch in Grenzen.

PS: Das viertletzte Bild ist eine Pissaladière, lecker: Wie eine Pizza, aber mit konfierten Zwiebeln, Oliven und Sardellen – das schmeckt großartig!

Wanderung Lac de Perouu

Wir starten unsere Wanderung am Lac de Perouu, gleich hinter St. Rémy. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 27 Grad geht es auf breiten Wegen stetig bergan – oben angekommen, werden wir mit einem super Rundumblick, bis Les Baux und an den Etang de Berre, belohnt. Und, wie so häufig, keine Menschenseele unterwegs 🙂

Es ist, als würden wir uns den Sommer zurückholen. Yuppie. Nach gut zwei Stunden sind wir wieder bei Henri angelangt und fahren gemütlich zurück auf den CP.

Dole Bananenbiegerei

Wie Axel immer sagt: Hier werden die Bananen gemacht…

Endlich ist es soweit, am 20. September 2016 geht es los. Auf den Urlaub vor der Reise. Zum Testen, was evtl. noch fehlt, und zum Entspannen nach all der Bürokratie.

Wir fahren am Dienstag Morgen los, rund 460 km, bis nach Parcey, bei Dole. Auf dem CP gibt es massig Plätze (15 Euro die Nacht), sehr schön gelegen, weitläufig – aber ungepflegte Sanitaires, leider. Nicht so schön.

Also entscheiden wir uns, am nächsten Morgen gleich weiter zu fahren, Richtung Sonne, Provence, Sein.

Höhlenforschung

Vom Taubenerschrecken und Plantschen

Axel rüstet auf, mit dem Nerf Elite 6-Schuss… Jetzt soll es den Tauben an den Kragen gehen, auch wenn diese „Waffe“ mehr als ungenau schießt/trifft.

Und ansonsten heißt es einfach nur: Sonne, Wärme, Freiheit, Bikini, Pool, Schwimmen, Sein. Wir brauchen hier nicht mehr.

Pelat de Buoux

Es bestätigt sich wieder: Wandern in Frankreich ist nichts für Ungeübte… Wir holen die Wanderung nach, die vor ein paar Tagen wegen meines Kreislaufs ausgefallen ist, und sind froh, dass wir sie nicht mit Pauli auf Yvys Rücken gemacht haben. Steil, steil, steil. Kein Wunder heißt die Strecke „ravin de l’enfer“ = Höllenschlucht. Hätten wir das bloß vorher gewußt 🙂

Die ersten rund 3 km geht es 500 Höhenmeter hoch. Und KEIN gerades Stück dazwischen. Zwar gibt es schattige Abschnitte, aber wir beide haben das Gefühl, uns „hebt’s den Deckel“. Nach 2 Stunden haben wir den Gipfel auf gut 900 m erreicht. Und von hier oben einen grandiosen Rundumblick: Auf den Mont Ventoux, den Etang de Berre bei Marseille, den Luberon, die Alpilles. Und den tiefblau-strahlenden Himmel der Provence. Wunderschön.

Und nun geht es ähnlich abwärts, allerdings über grob geschotterte Wege (über Fort Buoux), was ebenfalls sehr anstrengend – weil extrem rutschig – ist. Uns qualmen die Füße, und die Köpfe rauchen. Wir sind froh, nach 4 Stunden wieder bei Henri zu sein. Eine Wanderung, die mit sehr schönen Eindrücken aufwartet, aber auch extrem schwere Beine macht. Diese legen wir abends nur noch hoch und gehen ganz zeitig ins Bett.

Schöne Aussichten

Heute, am Samstag, geht es Richtung Saint-Remy-de-Provence und les Baux. Simons Becker-Navi schickt uns über Straßen, die wir noch nie befahren haben (verständlicherweise…), aber wir kommen an 🙂 Wir bummeln ein wenig durch St. Remy und platzen in der Kirche in eine Taufe, bevor wir in einem Restaurant zu Mittag essen. Sehr lecker: Für Yvy einen Salat mit chevre chaud, Axel und Simon nehmen einen großen Salat Gourmande (mit Gänseleber, Gänsebruststreifen, getrockneten Tomaten, Pinienkernen…), Pauli bekommt Pommes und ich esse eine Fischsuppe. Mmmmh.

Gut gestärkt fahren wir danach mit einem kleinen Abstecher über Glanum, die röm. Ausgrabungsstätte (allerdings ohne Besichtigung), nach Les Baux. Pauli auf den Rücken geschnallt und hoch geht’s, stetig bergan. Aber die schönen Aussichten sind es allemal wert! Der Eintritt zur Burganlage kostet 10 Euro pro Person. Aber sie ist auch riesig und bietet einen Rundumblick für die, die sich auf die Türme wagen (Hinweis: Turm gesperrt, wer hoch will, tut das auf eigene Gefahr!). Yvy und ich lassen das lieber sein.

Gegen 17 Uhr sind wir zurück am Platz und schaffen es gerade so zu grillen, bevor wir um 21 h an der Rezeption auf der Großleinwand (naja, groß ist ein dehnbarer Begriff, aber immerhin!) das Spiel DE-IT anschauen. Zum Glück mit gutem Ausgang für „la Mannschaft“.

Wandern mal anders

Denn: Mein Kreislauf macht schlapp. Schon morgens beim Joggen musste ich relativ schnell pausieren. Und dann ging es bei der geplanten Wanderung in der Nähe von Lourmarin leider gar nicht mehr. Schnappatmung, Schweißausbrüche und Magenkrämpfe. Shit. Aber hilft ja nix.

Wir drehen also recht schnell wieder um und beschließen, zumindest ins nahegelegene Bonnieux zu fahren, um eines der schönsten Dörfer Frankreichs anzuschauen. Es geht mir lila-nicht-ganz-blau, aber ein Cola in einer Bar hilft schon weiter. Nur schade, dass ich unser Programm „zerschossen“ habe, die Wanderung wäre bestimmt schön gewesen.

Hervorragende Schwimmhilfe

Pauli ist in seinem Element. WASSER!

Und er trägt die neue Splish-Splash-Badehose 🙂

Arielle ist wieder unterwegs: 2016 in der Provence

In diesem Jahr ist uns das Reisen noch nicht leicht gemacht worden: Auf der Fahrt in den Urlaub im April wurde eingebrochen (mit uns zwei Schnarchis drin), mit der Erkenntnis, nicht auf Autobahnraststätten zu übernachten und eine gut gefüllte Handtasche nicht im Fußraum stehen zu lassen.

Über Pfingsten fährt dann ein Busfahrer auf das stehende Womo auf dem Schulparkplatz und reißt den kompletten Rollerträger ab. OMG. Die Reparatur dauert Wochen. Aber passgenau zum Urlaub Ende Juni ist es soweit, wir holen Arielle am 25.06.2016 ab. Es dauert noch ein wenig, bis wir ein- und umgeräumt haben und Axel den neuen Träger so angepasst hat, dass Henri sicher darauf steht, aber dann sind wir am Dienstag, 28.06.2016, um kurz nach 04:00 h, abmarschbereit.

Auf nach Mallemort, auf den CP Durance-Luberon, wo wir uns mit Yvy, Simon und Paul treffen, die auf den letzten Etappen ihrer Elternzeit-Reise (Kroatien und Frankreich) mit dem Wohnwagen unterwegs sind.

Wir freuen uns wie Bolle über das Wiedersehen.

Unser erster gemeinsamer Ausflug geht nach Salon-de-Provence. Eigentlich dachte ich, dass hier Markt wäre, aber Fehlanzeige. Also schauen wir uns nur so das Städtchen an, gehen essen, kaufen eine Mobicarte in dem wirklich kompetenten Orange-Shop und laden diese gleich auf (15 Euro die Karte, 40 Euro Tarif für 6 Monate und 5 Gigabyte), holen uns ein paar Leckereien zum Grillen und dann rein in den Pool!