Wanderung nach Boulbon

Original Bouillabaisse in Marseille

Endlich ist es soweit: Die Webers schaffen es nach Marseille!

Am Donnerstag morgen düsen wir (durch gefühlte Eiseskälte bei starkem Wind) mit Henri nach Tarascon zum Bahnhof. Dort kaufe ich am Schalter einen „Pass Zou“, pro Person 15 Euro, mit dem man einen Tag lang alle Strecken in der entsprechenden Zone abfahren kann. Die Fahrt Tarascon – Arles – St. Martin de Crau – Miramas – Flughafen Marseille – Bahnhof St. Charles innercity Marseille dauert eine Stunde. Sehr angenehm. Ankunft um 11:11 Uhr, Narrinarro 🙂

Es erwartet uns eine tolle Stadt mit wunderschönen Fassaden, Kirchen, engen Gassen, großen Boulevards und der vieux port, an dem wir uns zum Mittagessen niederlassen.

Wir folgen Mutters Rat, eine Bouillabaisse zu essen, und wenn schon denn schon, im angesagten Restaurant Le Miramar. Mmmmh. Seeeeehr lecker!!! Das Vergnügen gönnen wir uns auch nur einmal im Leben, pro Portion kostet das leckere Gericht 63 Euro…. Der Kir Royal 16 Euro, das günstigste Fläschle Wein liegt bei 48 Euro (auf der Karte stehen auch welche für 3.500 Euro…), und Axels Nachtisch, ein Baba au rhum deluxe, mit so viel Rum aus der dazu gestellten Flasche, wie man will, kostet auch 16 Euroten. Summa summarum 224 Euro für ein tolles Essen am Hotspot der Stadt! Feudal, toll!

Zur Ehrenrettung des Restaurants sei aber auch gesagt, dass es zwei kleine Amuse-gueule zur Vorspeise gab (Trüffeltarte, super, und eine Kichererbsencreme mit Petersilie) sowie zum Dessert ebenfalls zwei Stück, ein Apfelbrei mit Streuseln und kleine Schoko- und Zitronenküchle. Also eigentlich fast schon ein Menü 🙂

Der Koch hat wohl bei Bocuse gelernt, das merkt man!

Wir merken zum Glück nichts davon, dass Marseille eine der gefährlichsten Städte in Europa sein soll, aber wir bewegen uns auch nur auf den touristischen Pfaden. Alle Sorten Muselmänner sieht man allerdings massenhaft…

Die Heimfahrt mit dem Zug klappt auch reibungslos (wobei der Bahnhof recht unübersichtlich ist), wir steigen um 16:18 Uhr in „unseren“ Zug zurück nach Tarascon.

Ein wunderbarer Tag in einer sehr schönen Stadt. Gut, dass es endlich geklappt hat!

lac de peiroou

Uiii, wenn es windelt, dann richtig. Nach einer morgendlichen Joggingrunde geht es erst auf den Markt in St. Remy (ein geschäftiges Gewusel, massenhaft Touris – mit Sicherheit findet man hier zu der Jahreszeit die größte Studienrat-Dichte -), wo wir einen Göckel(18 Euro), Maronen und eine Melone kaufen, bevor wir am Nachmittag noch an den hiesigen Stausee (bereits in der Römerzeit angelegt!) fahren.

Windig. Kalt. Aber schön.

Der letzte Auftritt der grünen Jacke

Dienstag, und das Wetter ist wie von Meteo France prognostiziert: Ciel voilé. Schleierwolken. Ideales Wanderwetter.

Wir fahren nach Orgon, um dort eine Rundwanderung zu starten. Zunächst entlang eines Steinbruchs, danach relativ eben auf Schotterwegen, bevor aus fast aus dem Nichts mal wieder nahezu senkrecht hochgeht. Ich denke, mir springt das Herz aus dem Brustkorb…

Aber belohnt wird die Anstrengung von einem super Blick auf die Ebene. Weiter geht es bergab durch dichte Eichenwälder, Eichenbüsche, Pflanzen mit roten Beeren, alles sehr unberührt und wildromantisch. Als wäre noch nie jemand vor uns dagewesen.

Und jetzt kommt der grüne Fleecie ins Spiel: Bei unserer Rast auf einem Felsen, irgendwo im Nirgendwo, hole ich die Nektarinen aus dem Rucksack, es wird gevespert, und weiter geht es. Bis wir bei Henri ankommen – und Axel sagt: Wo ist meine grüne Jacke???

Ratlose Blicke. Oh je.

Aber, zum Glück: Alle Schlüssel (Schloss, Henri, Womo) sind im Rucksack, so dass wir den grünen Fleecie unserer Bequemlichkeit opfern und NICHT mehr zurückwandern. Möge sich der nächste Wanderer dran freuen, oder ein provencalischer Bär 🙂

Tarascon

Man glaubt es nicht: Tarascon ist ca. 20 km von St. Remy entfernt, mit einem großartigen Schloss – und kein Eintrag in Wikipedia. Unglaublich.

Nach einer schönen Joggingrunde entlang des Canal des Alpines starten wir mit Henri durch den strahlenden Sonnenschein und ca. 20 Grad nach Tarascon. Eine alte, südfrz. Stadt, relativ ausgestorben, aber bildschön. Schlossbesichtigung: 7,50 Euro pro Person. Und die lohnen sich allemal für einen wunderbaren Blick über die Stadt und mind. 100 Zimmer… Und tolle Installationen für Kinder… Einfach schön!

Wir schnabulieren nach der Besichtigung noch wunderbare Moules Frites (Curry und Creme Fraiche mit Pilzen), ein Karäffle Weisswein, Wasser und 2 Espresso (35 Euro), bevor wir noch in St. Remy einkaufen (vorrangig Katzenfutter :-)). Und dann ab an den Pool, schwimmen, sonnen, sein. Sein. Genießen. Sein.

Katzenbande

In Deutschland schon Herbst – in der Provence Spätsommer und ein wunderbares Licht.

Wir starten am Freitag, 18. September 2015, gegen 15:00 h (Axel ist beim Wasserfassen in Weinsberg am Womo-Platz noch ein Bub mit dem Rad auf den Rollerträger gedonnert… beide Maschinen leicht verbogen, Kind okay :-)), über A81 via Pforzheim nach Karlsruhe und Mulhouse. Es läuft langsam, aber keine Staus. Gegen 20:30 h sind wir in der Nähe von Dijon auf einem Autobahnrastplatz.

Ich schlafe wie ein Stein. Und merke nicht, dass morgens um 04:00 h die LKW Krach machen und Axel folglich aufbricht. Nachtexpress de luxe. Ich wache um 08:00 h auf, kurz vor Avignon. Und hier wollen wir eh in den Leclerc, um u. a. Zweitaktöl einzukaufen.

Kurz nach 11 h sind war am CP „Le Mas de Nicolas“,wo wir im April schon waren. Lustig: Im Sommer sieht es doch ganz anders aus. Und vor allem ist richtig was los, massenhaft Engländer und Holländer, jenseits der 60…

Wir finden einen schönen Platz mit Halb-Sonne und 4 – 6 Katzenbabies. Eine schöne als die andere!!!!

Zwischenstation auf dem Heimweg

Freitag Abend, auf unserem Zwischenstopp-CP in Cromary angekommen: Heiß, über 35 Grad. Wir haben das Gefühl, im eigenen Saft zu schmoren. Zum ersten Mal, seit wir hierher gekommen sind, können wir uns im Flüßle abkühlen. Zwar niedrig und leicht veralgt, aber kühl, angenehm und wohl sauber (weil viele kleine Fischchen um uns rum 🙂

Wir essen das Hühnchen, das wir im SuperU gekauft haben, trinken eine Flasche Wein und lasseeinen wunderbaren, sonnigen und warmen Urlaub ausklingen. 100 % Sonne, Zeit, Sport, Genuss und Entspannung. Sooooo scheeeee!

Markt am Meer

Im letzten Jahr haben wir es nicht nach Serignan in den Ort geschafft, aber jetzt! Heute ist Markttag. Und es tobt der Bär. Ein quirliges Städtchen mit netten Geschäften und dem typisch südfranzösischen Ambiente. Wir schlendern, schauen uns die Fassaden und Kirche an und genießen einfach das Sein.

Rückweg über Strand Serignan

Portugal ist einfach eine Reise wert. Wenn auch sooo weit weg von DE 🙁 Um die Heimreise und unseren 3-wöchigen Urlaub nicht in Stress ausarten zu lassen, fahren wir am Samstag los, in Richtung Spanien, um schlussendlich nach Südfrankreich zu kommen.

Uuuuh, es ist heiß, morgens um 10 h schon über 30 Grad. Das Thermometer klettert zeitweise über die 40 Grad-Marke. Let’s call it summer.

Nach gut 8 Stunden Fahrt kommen wir in der Nähe von Zaragoza auf dem CP an, in irgendeinem Naturpark, wo es nicht wirklich was zu sehen gibt. Der Platz ist eher rudimentär (14 Euro die Nacht), aber wir können dort noch schön zu Abend essen (Axel Lamm, ich Pulpo, davor jeweils einen Salat, 1 Flasche Weißwein und Wasser = 28 Euro).

Am nächsten Morgen bei ähnlichen Temperaturen geht es weiter, quer durchs Land (hmmm, Spanien erschließt sich uns noch nicht), über Barcelona nach Perpignan und dann ENDLICH nach Serignan.

Juhu, auf dem CP „Le Serignan Plage“ sind noch Plätze frei und wir installieren uns, von So. Abend bis Fr.

So schön hier!

Sackgasse Sarzedo

Bild

Und falls Du Besen brauchst, dann fahr nach Manteigas…

Dort gibt es aber auch den berühmten Käse aus der Serra, Thermalquellen und eine nette kleine Altstadt.

Nach unserem Bummel machen wir eine kleine Rollertour durch eine der angrenzenden Serras, wie immer hoch und runter, Kurven links und rechts – mit dem Plan, das als Rundtour zu gestalten. In dem Ort Sarzedo, auf halber Strecke, sagt ein Schild auch noch Valhelhas. Und dann endet die Straße auf einmal abrupt und es gibt nur noch einen Schotterweg.

Das tun wir Henri (und uns :-)) nun wahrlich nicht an, sondern drehen halt rum und fahren dieselben Strecke zurück. Auch nicht schlimm, weil landschaftlich schön – und bei 37 Grad und 120 % Sonne holt man sich zumindest auch keinen Schnupfen!

Der Nachmittag wird ganz gemütlich am Flussstrand verbracht.